Rückblick: Das Prinzip Open Innovation City – unser Pre-Event zur KommDIGITALE

Rückblick: Das Prinzip Open Innovation City – unser Pre-Event zur KommDIGITALE

Am Abend des 24. März 2026 – einen Tag vor der KommDIGITALE in Bielefeld – haben wir ins Innovation Office eingeladen. Das Thema: Das Prinzip Open Innovation City. Die zentrale Frage: Wie kann auch deine Stadt zur Open Innovation City werden?

Das Event hat vor allem Vertreter*innen aus Kommunen angesprochen. Unter anderem aus Gütersloh, Bünde, Kassel und Detmold sind Interessierte angereist – aber auch Vertreter*innen aus der Wirtschaft waren mit dabei.

Kennenlernen mit Impromptu Networking

Den Abend haben wir mit einem Format aus den Liberating Structures gestartet: Impromptu Networking, bei uns auch „Speed Relating” genannt. In kurzen Gesprächsrunden haben sich die Teilnehmenden mit zwei Fragen beschäftigt:

  • Was bringst du mit?
  • Was hilft dir weiter?

Schon nach wenigen Minuten war die Energie im Raum spürbar. Die Antworten haben gezeigt, wie unterschiedlich die Ausgangssituationen der Kommunen sind – und genau das hat die Grundlage für einen ehrlichen Austausch gelegt.

Was ist eine Open Innovation City?

Im anschließenden Impuls haben wir erklärt, was hinter dem Prinzip Open Innovation City steckt.

In einer Open Innovation City gestalten alle vier Bereiche der Stadtgesellschaft gemeinsam ihre Zukunft. Dieses Modell nennt sich Quadruple Helix:

  • Politik & Verwaltung
  • Wirtschaft & Verbände
  • Bildung & Forschung
  • Bürger*innen & Zivilgesellschaft

Das Ziel: Wissen teilen, Synergien schaffen, neue Wege gehen – über Organisationsgrenzen hinaus.

In Bielefeld haben wir damit 2019 als vom Land gefördertes Projekt gestartet und damit Bielefeld zur ersten Open Innovation City der Welt gemacht. Nach dem Ende der Projektphase wurde OIC als Open Innovation City Bielefeld verstetigt und als Initiative der Stadt Bielefeld weitergeführt. Und das Wichtigste: Das Konzept ist eine offene Marke. Andere Städte können es direkt übernehmen und an ihre eigene Situation anpassen.

Grüße aus Münster – der zweiten Open Innovation City (der Welt)

Dass diese Situationen sehr unterschiedliche sein können, zeigt die Stadt Münster. Münster hat das Prinzip OIC 2025 eingeführt – auf Initiative der VOLT-Partei, beschlossen vom Stadtrat und umgesetzt durch die Wirtschaftsförderung. Andreas Luthe von der Wirtschaftsförderung Münster leitet das Open Innovation City Münster. Andreas konnte leider nicht persönlich dabei sein, er hat uns deshalb eine Textbotschaft geschickt.

Open Innovation ist kein Projekt – es ist eine Haltung. Und sie verändert, wie eine Stadt denkt, arbeitet und Zukunft gestaltet.

Andreas Luthe, Open Innovation City Münster

Andreas hat in seiner Botschaft auch betont, dass Münster noch am Anfang steht. Formate wie Calls for Ideas, zielgruppenspezifische Innovationsworkshops oder das Impact Ideation Lab befinden sich noch in der Entwicklung.

Aber genau das gehört zu Open Innovation dazu: Dinge früh teilen, iterativ verbessern, gemeinsam gestalten.

Build your own OIC

Und wie geht das? Wenn eine Stadt zur Open Innovation City werden soll, dann muss das kein Big Bang oder ein riesen Projekt sein. Es gibt auch keine Verträge oder rechtlichen Verpflichtungen, die man eingehen muss. Wichtig ist nur, dass sich die Kommune zum Prinzip Open Innovation City bekennt und sich auf den Weg macht. Wie heißt es doch so schön: Selbst die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt.

Die wichtigsten Ressourcen für den ersten Schritt haben wir im Impuls vorgestellt:

  • Das OIC-Konzeptpapier auf GitHub – mit den Grundlagen aus dem Pilotprojekt Bielefeld
  • Unser Markenauftritt (Corporate Design) – frei nachnutzbar auf GitHub
  • Unsere Website – mit allen, was wir bei Open Innovation City Bielefeld so machen
  • Der Mediathek auf GitHub mit allen Veröffentlichungen und Erkenntnissen aus der Projektphase
  • Und natürlich: Wir stehen für Austausch und Begleitung zur Verfügung

Gemeinsam denken

Nach einer Pause sind wir in den 40-minütigen Workshop-Teil gestartet. Die Teilnehmenden haben in zwei Gruppen – jeweils moderiert von Sarah und Tatjana – an drei Fragen gearbeitet:

Zur Quadruple Helix:

Welche gesellschaftlichen Kräfte können zur Lösung kommunaler Herausforderungen beitragen – und was braucht es, damit sie gehört werden?

Interkommunal:

Wo liegen die Grenzen dessen, was eine Stadt alleine lösen kann?

Was müssten wir teilen, um diesen Grenzen zu begegnen?

Die Diskussionen waren sehr intensiv. Besonders die fehlenden Ressoucen bei kleineren Kommunen und die interkommunale Perspektive hat viele beschäftigt: Wie finden wir Raum und Zeit für offene Innovationen? Was können Städte voneinander lernen? Was lässt sich teilen – und wie? Am Ende der 40 Minuten hat jede Gruppe ihre drei wichtigsten Erkenntnisse festgehalten und im Plenum vorgestellt.

Der Abend hat gezeigt: Die Hürde, selbst zur Open Innovation City zu werden, ist niedriger, als viele denken. Und mit Münster gibt es inzwischen eine zweite Stadt, die beweist, dass es geht.

Du möchtest mehr erfahren? Melde dich gerne: innovationen@bielefeld.de

Dieser Beitrag wurde zusammen mit Claude Sonnet 4.6 erstellt.