Ein etwas anderer Rückblick
Dieser Abschluss der Meetup-Reihe KI und Zivilgesellschaft richtete sich ausschließlich an die Teilnehmer*innen aus der Meetup-Reihe, um eine vertiefte Vernetzung zu ermöglichen. Der Blick nach vorne: in mögliche, wünschenswerte und überraschende Zukünfte von KI in der Zivilgesellschaft. Wir sind überzeugt, dass das Denken über Zukünfte (Futures Thinking), eine wichtige Kompetenz ist, um mit der wachsenden Komplexität unserer Arbeits- und Lebenswelt umzugehen. Laut UNESCO ist Zukunftskompetenz die Fähigkeit, die Rolle der Zukunft in unserem Handeln besser zu verstehen. Sie stärkt unsere Vorstellungskraft und hilft uns, in veränderten Umfeldern erfinderisch zu sein.
Mehr zu Futures Thinking: ein kurzer Überblick in diesem Blogbeitrag:
Zukunftsblick mithilfe einer Methodenkombination: Futures Wheel + STEEP
Wir kombinierten das Futures Wheel (Zukunftsrad, entwickelt 1971 von Jerome Glenn) mit der STEEP-Methode – kein Vorhersage-Tool, sondern ein Werkzeug, das Auswirkungen, Chancen und Risiken sichtbar macht. Das Futures Wheel wurde in vier STEEP-Quadranten unterteilt. Auf Deutsch in STÖÖ – Sozial, Technologisch, Ökologisch, Ökonomisch – der politische Bereich wurde bewusst ausgeklammert, um in der begrenzten Zeit fokussiert zu arbeiten. Die zentrale Ausgangsfrage lautete: „Was wäre, wenn KI die Arbeit so sehr erleichtern könnte, dass die aktive Zivilgesellschaft mehr bewirken kann?”

Die Ergebnisse zeigen, wie vielschichtig die möglichen Zukünfte von KI in der Zivilgesellschaft sind: Von mehr Netzwerkarbeit und besserer Gewinnung von Ehrenamtlichen über mehr soziale Wertschöpfung bis hin zu kritischen Fragen rund um Transparenz, Manipulation und Fremdsteuerung. KI bietet Chancen für eine inklusivere, aktivere Zivilgesellschaft – und Risiken, die es bewusst zu gestalten gilt.
Mehr zu Futures Wheel - unter anderem auf der Seite des Berliner Futuriums STEEP-Methode - im Beitrag zu STEP auf Wikipedia STEEP ist eine Erweiterung von STEP und folgt weiter unten im Beitrag.
Fazit & Ausblick
Was die gesamte Meetup-Reihe ausgemacht hat, zeigte sich beim Abschluss besonders deutlich: Es ist eine Gemeinschaft entstanden. Menschen aus ganz unterschiedlichen Organisationen und Kontexten, die sich über Monate immer wieder begegnet sind – und man konnte spüren, dass da etwas gewachsen ist. Wie vertraut die Begegnungen inzwischen waren, wie schnell man wieder ins Gespräch kam. Genau das ist das Herzstück von Open Innovation: keine einmaligen Events, sondern echte Verbindungen über Organisationsgrenzen hinaus. Dass es weitergeht, zeigte sich direkt: Am Ende lud ein Teilnehmer der aus der Meetup-Reihe entstandenen Community of Practice „KIZ – KI und Zivilgesellschaft” zum nächsten Treffen im Innovation Office ein. Die Zukünfte, die wir gemeinsam gedacht haben, werden weiter gestaltet – #BleibtNeugierig #StayCurious.
Info zur MeetUp-Reihe
Die aktuelle Meetup-Reihe der Open Innovation City Bielefeld, KI und Zivilgesellschaft, stärkt die Innovationskraft der Bielefelder Zivilgesellschaft. In Meetups vermitteln Fachleute wichtige Kompetenzen zum kritischen Einsatz Künstlicher Intelligenz. Die Teilnehmenden bilden Communities of Practice (CoP). Die selbstständig arbeitenden Gruppen stehen für Offene Innovationen, Austausch und Co-Creation über Organisationsgrenzen hinaus.