Ein Rückblick auf das MeetUp KI und Open Innovation – Herausforderungen. Potentiale. Tools.

Ein Rückblick auf das MeetUp KI und Open Innovation – Herausforderungen. Potentiale. Tools.

Zu diesem Treffen haben sich die Interessierten in der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) in Bielefeld getroffen. Das Meetup war in zwei Segmente unterteilt. Es ging im ersten Teil darum anhand von Fallbeispielen, sogenannten Use Cases aufzuzeigen, wie KI die Innovationskraft stärken kann. Im Impulsvortrag darum Potentiale für Offene Innovation zu identifizieren und zu beleuchten, wie KI unterstützen kann. In diesen Segmenten ist auch der Rückblick aufgeteilt.

##Führung durch die Projektausstellung KIDiHa

Die Abkürzung steht für ‚KI und Digital Offensive HANDwerk.NRW‘ dem Projekt der FHM Bielefeld. Die Ausstellung zeigt, wie KI funktioniert, welche Skills im Umgang mit KI notwendig sein und führt Use Cases vom Einsatz von KI im Handwerk auf. Weitere Informationen sowie die Online-Ausstellung des Projekts kann man hier erreichen: {“KI anpacken. Zukunft gestalten.”](https://www.ki-di-ha.de/angebote-fuer-das-handwerk/ausstellung-1/) Zu sehen in der FHM Bielefeld und online. Videos und Downloads

Jonathan Kruse, wissenschaftlicher Mitarbeiter aus dem KIDiHa-Team führte uns im ersten Teil des Meetups durch die Ausstellung KI im Handwerk. Zwei von drei ausgestellten Use Cases stelle ich hier vor. Zusammenfassen kann man die unter Wenn Technologie Menschen schützt und Tradition bewahrt Wie kann KI im Handwerk nicht nur Effizienz steigern, sondern auch Menschen schützen und kulturelles Erbe sichern? Die beiden Praxis-Beispiele zeigen, wie künstliche Intelligenz konkrete Lösungen schafft – zwischen Sägeblättern und Wegekreuzen. Jonathan Kruse, wissenschaftlicher Mitarbeiter, hat einen interessanten Einblick in die Ausstellung gegeben. In einer kleinen Tischlerei verhindert eine KI-gesteuerte Säge schwere Arbeitsunfälle: Bilderkennung stoppt die Maschine in Millisekunden, sobald Hände im Gefahrenbereich sind. Ein Geschäftsführer, der selbst zwei Finger verlor, setzt die Technologie ein, um seine Mitarbeiter zu schützen. Im Landkreis Paderborn hilft KI, Steinskulpturen auf Haarrisse zu prüfen – objektiver als das menschliche Ohr. Nach einem tragischen Unfall wird ein System getestet, das Klangmuster analysiert und so die Sicherheit historischer Wegekreuze erhöht. (KI-generiert: Inhalt von mir, Zusammenfassung von Le Chat, Mistral.) Passend finde ich den von Jonathan erwähnten Songtext des Liedes ‚Mensch‘ (feat. Bono). Wer den Text nicht kennt:

… Und der Mensch heißt Mensch, Weil er vergisst, Weil er verdrängt, Und weil er schwärmt und stillt, Weil er wärmt, wenn er erzählt. Und weil er lacht, Weil er lebt, …

Herbert Grönemeyer

KI und OI – Herausforderungen. Potenziale. Tools. (Impulsvortrag)

Prof. Dr. Henning Duderstadt Professor für Gründungsmanagement an der FHM Bielefeld & Experte für Innovationsmanagement und Open Innovation war Head of Innovation Office des Projekts Open Innovation City Bielefeld bevor es in der Initiative der Stadt verstetigt wurde (2020- Ende 2023). Mehr zum Pilotprojekt auf Open Innovation City in dem ich als Projektmanagerin tätig war.

Kernaussagen der Präsentation

  1. Closed vs. Open Innovation Bei Closed Innovation bleibt der Wissensfluss intern, bei Open Innovation gibt es Austausch mit externen Akteuren und Märkten. Am Ende zeigte schon die Evolution des Homo Sapiens - Flexible und organisierte Kooperation ist das Erfolgsmodell

  2. KI-Trends und Herausforderungen o Agentic AI: Bis 2028 sollen 33 % der Unternehmenssoftware laut Gartner Agentic AI enthalten, die 15 % der Arbeitsentscheidungen autonom trifft. Agentic AI kann man auch als autonome, entscheidungsfähige KI beschreiben. o KI-Implementierung scheitert zu 95 % an Faktoren wie mangelnder Messbarkeit, generischen Modellen ohne echten Nutzen und fehlender organisationaler Einbindung. Im Umkehrschluss bedeutet es, dass nur 5% der KI-Implementierungen erfolgreich sind. o Kognitive Entlastung (Cognitive Offloading): KI wird zunehmend genutzt, um Gedächtnis, Berechnungen und Entscheidungen zu unterstützen – mit potenziellen Risiken. Wir kennen es noch aus dem Einsatz von Taschenrechnern.
  3. Praktische KI-Tools aus Europa Am Ende wurden noch zwei europäische Startups und ihre KI-Tools vorgestellt:
    • [Foundor.ai] (https://foundor.ai/de) Startup aus Linz, Österreich Ziel: (Geschäfts)ideen kanalisieren und bei der Umsetzung helfen Nutzen für Gründungswillige: Businesspläne / Gründerunterstützung
    • Zeno.ai Startup aus Wien. - Auch aus Österreich Ziel: führende Lernplattform im Bereich KI-Upskilling zu werden Sowohl für Nutzer aus profitorientierten als auch aus gemeinnützigen Unternehmen, Vereinen, sozialen Einrichtungen und auch Kommunen: on-demand Lern-Inhalte erstellen Fun Fact: Österreich ist der erste europäische Mitgliedsstaat, der eine umfassende nationale Open Innovation Strategie hat. in einem breiten Beteiligungsprozess entwickelt enthält die Strategie unter anderem eine Vision für 2025 und konkrete Maßnahmen zur Umsetzung. (aus: https://www.bmfwf.gv.at/forschung/forschung-oesterreich/strategische-ausrichtung-beratende-gremien/strategien/ois.html, Stand 20.11.2025, 12:20 Uhr) Der letzte Zwischenbericht stammt aus dem Jahr 2021. ###Das war das letzte Meetup aus der Reihe KI und Zivilgesellschaft.

Wonder-Panic

Wonder-Panic - ein passendes Wort für den Zustand zwischen Begeisterung und Panik bei der Beschäftigung mit KI. Derzeit - und wahrscheinlich auch zukünftig. Mehr dazu auf MIT Open Learning

Info zur MeetUp-Reihe

Die Meetup-Reihe der Open Innovation City Bielefeld, KI und Zivilgesellschaft, stärkt die Innovationskraft der Bielefelder Zivilgesellschaft. In Meetups vermitteln Fachleute wichtige Kompetenzen zum kritischen Einsatz Künstlicher Intelligenz. Die Teilnehmenden bilden Communities of Practice (CoP). Die selbstständig arbeitenden Gruppen stehen für Offene Innovationen, Austausch und Co-Creation über Organisationsgrenzen hinaus.